Ratgeber
Terrassenheizung: Gas, Infrarot oder Pellet? Der Vergleich
Wer abends länger draussen sitzen will, hat drei grundlegende Möglichkeiten: einen Gasheizstrahler, einen elektrischen Infrarot-Heizstrahler oder einen Terrassenofen, der mit Holzpellets brennt. Alle drei haben ihre Stärken. Welcher passt, hängt weniger von der Technik ab als davon, wo und wie Sie Ihre Terrasse nutzen.

Die drei Arten von Terrassenheizung
Im Handel heissen die Geräte Heizstrahler, Wärmestrahler, Terrassenheizer oder Heizsäule – technisch lassen sie sich aber fast immer einer von drei Gruppen zuordnen.
Der Gasheizstrahler, oft als Heizpilz gebaut, verbrennt Propan oder Butan aus einer Gasflasche im Sockel. Die Wärme wird über einen Schirm nach unten abgegeben. Der Infrarot-Heizstrahler arbeitet elektrisch: Ein Heizelement strahlt Wärme gezielt in eine Richtung, meist an der Wand, unter dem Sonnenschirm oder an der Decke montiert. Die dritte Gruppe sind Feuersäulen und Terrassenöfen, die mit Holz oder Holzpellets brennen – hier gehört der Feuertube dazu: Die Pellets brennen in einem Glasrohr, in dem die Flamme als sichtbarer Wirbel aufsteigt.
Gas, Infrarot und Pellet auf einen Blick
Die Tabelle vergleicht die drei Bauarten nach den Punkten, die im Alltag zählen. Konkrete Leistungswerte unterscheiden sich stark von Modell zu Modell – fragen Sie beim jeweiligen Anbieter nach.
| Gasheizstrahler | Infrarot (elektrisch) | Pellet-Feuersäule | |
|---|---|---|---|
| Energiequelle | Propan / Butan | Strom | Holzpellets (6 mm) |
| Anschluss nötig | Gasflasche im Gerät | Steckdose oder fester Anschluss | Keiner |
| Sichtbare Flamme | Meist nicht | Nein (teils rotes Glühen) | Ja, als Mittelpunkt |
| Aufstellung | Frei stehend, oft auf Rollen | Meist fest montiert | Frei stehend, beim Feuertube auf Rollen |
| Vorrat & Handling | Flaschen tauschen und lagern | Kein Vorrat | Pellets in Säcken, trocken lagern |
| Unter Dach | Je nach Gerät und Vorschriften | Gut geeignet | Feuertube: nur im Freien, nicht unter Dach |
| Stimmung | Funktional | Funktional, unauffällig | Lagerfeuer-Atmosphäre |
Wann welche Terrassenheizung passt
Es gibt keine beste Terrassenheizung für alle – aber für jeden Ort eine passende.
- Überdachter Sitzplatz, Wintergarten, Loggia: Ein Infrarot-Heizstrahler ist hier meist die naheliegende Wahl. Er lässt sich fest montieren, braucht keinen Vorrat und kommt ohne offenes Feuer aus.
- Offene Terrasse, wechselnde Sitzplätze: Mobile Geräte spielen ihre Stärke aus. Gasheizstrahler und Pellet-Feuersäulen lassen sich dorthin stellen, wo gerade gesessen wird.
- Abende, bei denen das Feuer dazugehört: Wer die Flamme sehen will, ist bei einer Feuersäule richtig. Beim Feuertube ist das Feuer rundum sichtbar und wird zum Mittelpunkt des Abends.
- Kein Strom in der Nähe, keine Gasflaschen gewünscht: Eine Pellet-Feuersäule braucht weder Kabel noch Flasche – nur einen Sack Pellets.
Worauf Sie im Alltag achten sollten
Bei jeder Terrassenheizung lohnt es sich, vor dem Kauf den Betrieb durchzuspielen. Beim Gasheizstrahler heisst das: Wo lagere ich Flaschen, wer tauscht sie, und wie gehe ich mit leeren Flaschen um? Beim Infrarotstrahler: Wo liegt die Steckdose, und reicht die Montageposition für den Sitzbereich?
Bei einer Pellet-Feuersäule gehören Nachfüllen und Asche zum Ritual. Der Tank des Feuertube fasst 3 kg Pellets, was für durchschnittlich rund zwei Stunden Feuer reicht; nachfüllen können Sie jederzeit. Die Asche fällt in eine Lade, die alle 5–6 Stunden geleert wird. Wichtig: Der Feuertube muss vor Regen geschützt werden, und starker Wind kann die Flamme ausblasen – dann entsteht kurz Rauch, bis Sie mit dem Brenner wieder anzünden.
Unabhängig von der Bauart gilt: Halten Sie die Hinweise des Herstellers zu Abständen und Aufstellung ein und klären Sie bei Mietwohnungen oder Stockwerkeigentum, was die Hausordnung erlaubt.
Checkliste vor dem Kauf
Diese Fragen helfen, die Auswahl schnell einzugrenzen – egal, für welche Bauart Sie sich am Ende entscheiden.
- Ist der Sitzplatz überdacht oder offen? Unter Dach kommen Geräte mit offener Flamme oft nicht in Frage.
- Gibt es in der Nähe eine Steckdose – und möchten Sie ein Kabel über die Terrasse legen?
- Soll das Gerät fest montiert werden oder je nach Abend den Platz wechseln?
- Wo lagern Sie den Vorrat: Gasflaschen oder Pellet-Säcke, jeweils trocken und geschützt?
- Wie wichtig ist Ihnen das Feuer selbst – als Licht und Mittelpunkt des Abends?
- Was erlauben Hausordnung, Vermieter oder Gemeinde an Ihrem Standort?
Die Pellet-Variante: Feuertube
Der Feuertube ist ein Terrassenofen für Holzpellets, bestehend aus drei Teilen: Grundkörper, Glasrohr aus Borosilikatglas und Hut mit Reflektor. Angezündet wird mit einem mitgelieferten kleinen Gasbrenner in 20–30 Sekunden; nach etwa 20 Minuten brennt das Feuer voll. Über ein Lüftungsgitter an der Rückseite regeln Sie, ob die Flamme bis zum Hut steigt oder etwa auf halber Höhe bleibt.
Er steht auf Lenkrollen mit Feststellbremse und ist als Premium aus Edelstahl und als Classic in Schwarz erhältlich. Genaue Masse und Leistungsangaben teilen wir Ihnen auf Anfrage mit.
Häufige Fragen
Welche Terrassenheizung ist die beste?
Das hängt vom Ort ab. Unter Dach ist ein fest montierter Infrarot-Heizstrahler oft am praktischsten. Auf offenen Terrassen sind mobile Geräte flexibler, und wer eine sichtbare Flamme möchte, wählt eine Pellet-Feuersäule.
Brauche ich für eine Pellet-Terrassenheizung Strom?
Nein. Der Feuertube brennt ausschliesslich mit Holzpellets. Zum Anzünden liegt ein kleiner Gasbrenner bei.
Kann ich eine Pellet-Feuersäule unter einem Vordach betreiben?
Der Feuertube ist ausschliesslich für den Gebrauch im Freien bestimmt und gehört nicht unter ein Dach. Zum Schutz vor Regen im Ruhezustand eignet sich eine Abdeckung oder ein trockener Abstellplatz.
Wie viel Wärme gibt der Feuertube ab?
Eine verbindliche Leistungsangabe in kW nennen wir derzeit nicht. Gerne beraten wir Sie persönlich, wie viele Geräte für Ihren Sitzbereich sinnvoll sind.
Was ist der Unterschied zwischen Heizstrahler und Heizsäule?
Die Begriffe werden im Handel nicht einheitlich verwendet. Als Heizsäule oder Feuersäule werden meist frei stehende, säulenförmige Geräte bezeichnet – mit Gas oder mit Holzpellets betrieben.


