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Ratgeber

Pellet-Feuersäule: So funktioniert der Terrassenofen mit Pellets

Eine Pellet-Feuersäule verbindet zwei Dinge: die Wärme eines Terrassenofens und den Anblick eines echten Feuers. Statt Holzscheiten oder Gas brennen kleine Holzpellets. Hier erfahren Sie, wie das Prinzip funktioniert, welche Pellets Sie brauchen und wie ein Abend mit dem Feuertube abläuft – vom Einfüllen bis zur Reinigung.

8 Min. Lesezeit

Hand füllt Holzpellets mit einer Schaufel in den Tank des Feuertube, daneben brennt die Flamme im Glasrohr

Das Prinzip einer Pellet-Feuersäule

Eine Feuersäule für draussen ist im Kern ein kleiner Ofen, dessen Feuer man sehen soll. Beim Feuertube besteht sie aus drei Teilen: dem Grundkörper mit Pellettank, Brennkammer und Aschelade, dem Glasrohr aus Borosilikatglas und dem Hut mit Reflektor.

Die Pellets liegen im Tank seitlich am Grundkörper und gelangen von dort in die Brennkammer. Dort brennen sie auf einem Rost aus Edelstahl. Über der Brennkammer steht das Glasrohr: Durch den Zug im Rohr dreht sich die Flamme zu einem Wirbel und steigt sichtbar nach oben. Der Hut schliesst das Rohr ab und wirft die Wärme zurück in den Sitzbereich. Die Asche fällt nach unten in eine Lade.

Hinten am Grundkörper sitzt ein Lüftungsgitter. Es steuert die Luftzufuhr – und damit, wie hoch die Flamme steigt.

Welche Pellets eignen sich?

Der Feuertube brennt mit handelsüblichen Holzpellets mit 6 mm Durchmesser – denselben, die viele Pelletheizungen verwenden. Wir empfehlen zertifizierte Qualität nach ENplus A1: Sie brennt gleichmässig und hinterlässt wenig Asche.

  • Durchmesser 6 mm – dickere Pellets sind nicht vorgesehen.
  • Zertifizierte Qualität (ENplus A1) empfohlen.
  • Trocken lagern: Feuchte Pellets quellen auf, zerfallen und brennen schlecht. Bewahren Sie angebrochene Säcke verschlossen und geschützt auf.
  • Keine anderen Brennstoffe: kein Holz, keine Kohle, keine Grillanzünder im Tank.

Brenndauer: wie lange reicht eine Füllung?

Der Tank fasst 3 kg Pellets. Das reicht für durchschnittlich rund zwei Stunden Feuer. Sie können während des Betriebs jederzeit nachfüllen – für einen langen Abend stellen Sie sich einfach einen Sack Pellets in Reichweite.

Planen Sie für einen langen Abend deshalb von Anfang an mindestens eine Nachfüllung ein und legen Sie den Sack Pellets griffbereit neben den Tisch – so müssen Sie nicht im Dunkeln suchen, wenn die Flamme kleiner wird.

Füllen Sie idealerweise nach, solange das Feuer noch gut brennt. Wird erst nachgefüllt, wenn das Feuer fast aus ist, bedecken die neuen Pellets die Glut und es kann Rauch entstehen. Dann genügen etwa 10 Sekunden mit dem Brenner, damit es wieder brennt.

Schritt für Schritt: ein Abend mit dem Feuertube

So läuft der Betrieb laut Bedienungsanleitung ab – vom Aufbau bis zum Löschen des Abends.

  1. 01
    Aufbauen

    Das Glasrohr durch den runden Ring in die Aufnahme am Grundkörper stecken und den Hut oben aufsetzen. Feuerfeste Dichtschnüre verhindern, dass Glas und Metall sich berühren.

  2. 02
    Rost prüfen

    Vor dem Einfüllen den Rost aus dem Schlitz nehmen, prüfen, ob die Öffnungen frei sind, und wieder einsetzen.

  3. 03
    Pellets einfüllen

    Pellets oben durch den Deckel in den Tank füllen – bis zu 3 kg.

  4. 04
    Anzünden

    Den kleinen Ring unten am Glas drehen, bis die Öffnung frei ist, und mit dem mitgelieferten Brenner 20–30 Sekunden hindurch zünden. Es genügt, wenn einige Pellets brennen.

  5. 05
    Feuer wachsen lassen

    Nach etwa 20 Minuten hat das Feuer die übrigen Pellets entzündet und brennt voll.

  6. 06
    Flamme regeln

    Lüftungsgitter hinten offen: Die Flamme steigt bis zum Hut. Geschlossen: Sie sinkt auf etwa die halbe Höhe.

  7. 07
    Asche leeren

    Sinkt die Flamme, den Rost am Griff einige Male nach links und rechts bewegen, ohne ihn herauszuziehen. Die Aschelade alle 5–6 Stunden leeren.

Pflege, Wetter und Sicherheit

Das Glasrohr reinigen Sie nur im kalten Zustand: mehrmals mit einem feuchten Wischer über eine weiche Unterlage streichen oder mit einem Fettlöser einsprühen und mit Wasser abspülen.

Der Feuertube ist ausschliesslich für den Gebrauch im Freien bestimmt. Schützen Sie ihn in Betrieb und im Ruhezustand vor Regen und Tau, etwa mit einer Abdeckung oder an einem trockenen Abstellplatz. Plötzlicher Wind kann die Flamme ausblasen – es entsteht Rauch. Halten Sie dann den Brenner eine Sekunde an die Zündöffnung, und der Rauch entzündet sich wieder.

Ziehen Sie den Rost nie heraus, solange Pellets im Gerät sind, und halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien. Lassen Sie das Feuer nicht unbeaufsichtigt.

Häufige Fragen

Wie lange brennt eine Pellet-Feuersäule?

Beim Feuertube reicht eine Tankfüllung von 3 kg für durchschnittlich rund zwei Stunden. Durch Nachfüllen können Sie den Abend beliebig verlängern.

Kann ich normale Heizungspellets verwenden?

Ja, sofern es Holzpellets mit 6 mm Durchmesser sind. Wir empfehlen zertifizierte Qualität nach ENplus A1.

Wie lange dauert es, bis die Flamme voll brennt?

Angezündet ist der Feuertube in 20–30 Sekunden. Bis das Feuer voll brennt, vergehen etwa 20 Minuten.

Raucht eine Pellet-Feuersäule?

Im normalen Betrieb brennt sie sauber. Rauch entsteht, wenn Wind die Flamme ausbläst oder wenn erst nachgefüllt wird, wenn das Feuer fast aus ist. Kurz mit dem Brenner nachzünden genügt.

Wie oft muss ich die Asche leeren?

Es entsteht wenig Asche. Die Aschelade alle 5–6 Stunden zu leeren reicht.

Wie lagere ich den Feuertube im Winter?

Trocken und vor Regen und Tau geschützt, etwa mit einer Abdeckung oder in einem Unterstand. Leeren Sie vorher die Aschelade und reinigen Sie das Glas im kalten Zustand.

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