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Ratgeber

Aussengastronomie im Winter: die Terrasse länger nutzen

Eine volle Terrasse ist für viele Restaurants, Bars und Hotels ein wichtiger Teil der Saison. Mit der richtigen Planung bleibt sie auch dann belebt, wenn die Abende kühler werden. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Sitzzonen einteilen, eine passende Terrassenheizung wählen, den Betrieb für Ihr Team einfach halten und Ihren Gästen den Aufenthalt angenehm machen.

8 Min. Lesezeit

Restaurantterrasse in einem Schweizer Dorf im Spätherbst mit mehreren Feuertube Pellet-Terrassenöfen und Gästen unter Wolldecken

Zuerst die Terrasse lesen: Sitzzonen planen

Bevor Sie über Geräte nachdenken, lohnt sich ein Blick auf die Terrasse selbst. Nicht jeder Platz ist im Herbst gleich beliebt: Tische an der Hauswand oder hinter einem Windschutz bleiben länger besetzt als Plätze an der offenen Ecke.

  • Windzonen erkennen: Wo zieht es? Plätze im Wind brauchen Windschutz – und sind für Geräte mit offener Flamme weniger geeignet.
  • Zonen bilden: Gruppieren Sie Tische zu Inseln, die gemeinsam gewärmt werden können, statt Wärmequellen gleichmässig zu verteilen.
  • Laufwege freihalten: Servicewege, Eingänge und Fluchtwege dürfen durch Geräte nicht eingeengt werden.
  • Dach oder kein Dach: Überdachte Bereiche und offene Flächen brauchen oft unterschiedliche Lösungen.

Welche Terrassenheizung passt zu Ihrem Betrieb?

Gastronomiebetriebe setzen meist auf eine von drei Lösungen: Gasheizstrahler, elektrische Infrarotstrahler oder Feuersäulen mit Holzpellets. Unter Markisen und Dächern sind fest montierte Infrarotstrahler oft die praktischste Wahl. Auf offenen Terrassen punkten mobile Geräte.

Eine Pellet-Feuersäule wie der Feuertube braucht weder Gasflaschen noch Stromanschluss und steht auf Lenkrollen mit Feststellbremse – sie lässt sich dorthin stellen, wo die Gäste sitzen, und nach Feierabend wegräumen. Dazu kommt die sichtbare Flamme im Glasrohr: ein Blickfang, der die Terrasse schon von der Strasse aus erkennbar macht. Der Feuertube ist nur für den Gebrauch im Freien bestimmt, nicht unter Dach.

Denken Sie auch an den Tagesablauf: Wer mittags und abends serviert, profitiert von Geräten, die sich zwischen den Services leicht verschieben lassen. Und wer die Terrasse auch für Apéros oder Anlässe nutzt, schätzt eine Wärmequelle, die zugleich Dekoration ist.

Wie viele Geräte Sie brauchen, hängt von der Grösse der Terrasse, der Anordnung der Tische, dem Windschutz und der Jahreszeit ab. Eine pauschale Zahl wäre unseriös – wir beraten Sie gerne für Ihren Aussenbereich und erstellen ein Angebot nach Stückzahl.

Pellet-Logistik: Vorrat, Lager, Nachschub

Mit Pellets wird der Nachschub planbar: Sie brauchen keine Gasflaschen zu tauschen und zu lagern, sondern stellen einen Vorrat an Pellet-Säcken an einen trockenen Ort.

  • Pellets: handelsübliche Holzpellets mit 6 mm Durchmesser, empfohlen in zertifizierter Qualität (ENplus A1).
  • Verbrauch planen: Ein Tank fasst 3 kg und reicht für durchschnittlich rund zwei Stunden. Für einen Abendservice rechnen Sie also mit mehreren Füllungen pro Gerät.
  • Lager: trocken und geschützt – feuchte Pellets brennen schlecht.
  • Griffbereit: Ein angebrochener Sack pro Terrassenzone spart Wege während des Service.

Ablauf fürs Personal: Schritt für Schritt

Ein fester Ablauf macht den Betrieb einfach, auch wenn die Schicht wechselt. So kann eine Checkliste für Ihr Team aussehen:

  1. 01
    Aufstellen

    Feuertubes vor Servicebeginn an ihre Plätze rollen, Abstand zu Schirmen, Markisen und Textilien prüfen und die Feststellbremse anziehen.

  2. 02
    Rost prüfen und füllen

    Rost herausnehmen, Öffnungen prüfen, wieder einsetzen. Pellettank oben füllen – bis zu 3 kg.

  3. 03
    Früh anzünden

    Mit dem mitgelieferten Brenner 20–30 Sekunden durch die Zündöffnung zünden – etwa 20 Minuten vor den ersten Gästen, denn so lange dauert es bis zur vollen Flamme.

  4. 04
    Flamme einstellen

    Über das Lüftungsgitter hinten: offen für volle Flamme bis zum Hut, geschlossen für etwa halbe Höhe.

  5. 05
    Während des Service

    Nachfüllen, solange das Feuer noch gut brennt. Geht die Flamme durch Wind aus, den Brenner kurz an die Zündöffnung halten.

  6. 06
    Nach Feierabend

    Feuer ausbrennen lassen, Aschelade regelmässig leeren (alle 5–6 Stunden Betrieb) und die Geräte vor Regen und Tau geschützt abstellen.

Gästekomfort und Regeln

Wärme allein macht noch keine Winterterrasse. Wolldecken oder Felle auf den Stühlen, Sitzkissen, Windschutzelemente aus Glas und warme Getränke auf der Karte gehören dazu. Viele Gäste schätzen es, wenn Decken schon bereitliegen, statt danach fragen zu müssen.

Klären Sie ausserdem vor der Saison, was an Ihrem Standort gilt: Bewilligungen für die Aussenbestuhlung, Vorgaben der Gemeinde, der Feuerpolizei oder der Vermieterschaft zu offenem Feuer und zu Heizgeräten im Aussenbereich. Diese Regeln unterscheiden sich von Ort zu Ort.

Der Feuertube muss vor Regen geschützt werden. Planen Sie für Regentage einen trockenen Abstellplatz – oder eine Abdeckung – ein.

Häufige Fragen

Wie viele Terrassenheizungen braucht ein Restaurant?

Das hängt von Fläche, Tischanordnung, Windschutz und Saison ab. Eine pauschale Zahl nennen wir nicht – wir beraten Sie für Ihren Aussenbereich und erstellen ein Angebot nach Stückzahl.

Kann der Feuertube unter einer Markise stehen?

Nein. Der Feuertube ist ausschliesslich für offene Aussenbereiche bestimmt, nicht unter Dach oder Markise. Halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien.

Wie aufwendig ist der Betrieb für das Personal?

Füllen, anzünden, nachfüllen und die Asche leeren. Ein Tank reicht für durchschnittlich rund zwei Stunden, die Aschelade wird alle 5–6 Stunden geleert. Mit einer kurzen Checkliste ist das schnell eingespielt.

Brauche ich eine Bewilligung?

Das regelt jede Gemeinde anders. Klären Sie vor der Saison mit Gemeinde, Feuerpolizei und Vermieterschaft, was für Aussenbestuhlung und Heizgeräte gilt.

Was passiert bei Regen?

Der Feuertube darf nicht im Regen betrieben oder abgestellt werden. Auf Lenkrollen lässt er sich schnell an einen trockenen Platz schieben.

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